„Alle sollen zu Wort kommen, die sich einbringen möchten“

Bürgermeister Kübel will Bürgerschaft bei der Frage der Thermennachnutzung einbinden

Bad Salzschlirfs Bürgermeister Matthias Kübel setzt auf Bürgerbeteiligung, wenn es um die künftige Nutzung der alten Therme geht. „Diese Fläche ist das Herz unseres Ortes. Die Neugestaltung stellt die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft unserer Gemeinde“, sagt der 45-Jährige. 

Dem Bürgermeister ist es wichtig, dass dieses zentrale Zukunftsthema mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert wird: „Alle sollen zu Wort kommen, die ihre Meinung einbringen möchten“, sagt der Bürgermeister, der sich am 9. Juni mit der Unterstützung von CDU und SPD um eine dritte Amtszeit bewirbt.

Kübel bietet folgenden Weg der Kommunikation an: Die Bürgerinnen und Bürger sollen ihm eine Mail mit Lösungsvorschlägen an kontakt@matthias-kuebel.de schreiben: „Die Vorschläge werden dann von einem Expertenteam analysiert und auf ihre Machbarkeit hin untersucht. Und ich freue mich darauf, dann wieder mit den Bürgerinnen und Bürgern in den Austausch zu gehen“, erklärt Kübel. Denn es sei ihm wichtig, zu einer gemeinsamen Lösung zu gelangen, hinter der alle stehen könnten.

Derzeit sei ein Expertenteam dabei, die Machbarkeitsstudie zu erstellen. Und auch der Bürgermeister selbst hat schon einige Ideen: „Ich kann mir ein medizinisch orientiertes Solekompetenzzentrum sehr gut vorstellen. Außerdem könnten wir große, moderne Räume für Arztpraxen schaffen, um unsere hausärztliche Versorgung zu stärken.“ Die Nutzung eines kleinen Sole-Therapiebeckens durch Physiotherapeuten oder Osteopathen könnte das Angebot laut Bürgermeister Kübel abrunden.

In den vergangenen Jahren habe Bad Salzschlirf bewiesen, dass solche Projekte erfolgreich umgesetzt werden könnten. Bestes Beispiel hierfür sei der Badehof. Kübel: „Das Haus ist heute gut geführt und zieht viele Gäste an.“ Sein Plan, das Haus aus einer Insolvenz heraus zu kaufen und einen Investor zu finden, der das Areal nach den Vorstellungen der Gemeinde entwickelt, sei voll aufgegangen, sei voll aufgegangen. „Die Idee war mutig, der Erfolg des Hauses rechtfertigt den ungewöhnlichen Schritt doppelt und dreifach“, bilanziert der Bürgermeister.

Die Statik des Thermengebäudes ist nachhaltig geschädigt. Deshalb ist der Betrieb als Bad ausgeschlossen. Die Gemeindevertretung hatte sich gegen einen Neubau entschieden, weil mindestens 20 Millionen Euro an Finanzierungskosten auf Bad Salzschlirf zugekommen wären. Kübel: „Eine Verdopplung der Steuern wäre notwendig gewesen. Aber das kommt nicht in infrage.“

Der Bürgermeister ist sich sicher, dass der gemeinsame Weg mit den Bürgerinnen und Bürgern bei der Nutzung des Geländes richtig ist: „Solche wichtigen Entscheidungen müssen wir gemeinsam treffen. Deshalb bitte ich darum, meiner Einladung zu folgen und sich einzubringen.“

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